Über das Lexikon

Titel

Beginn

Eigentlich hatte ich nur vor, die Fragen meiner Kinder beantworten zu können, wenn sie wissen wollen, warum eine Straße so heißt wie sie heißt.

Als ich dann beschloß, aus den schon gesammelten Informationen ein Buch – ein Lexikon – zu machen, fing die intensive Arbeit erst richtig an. Zuerst mußte ich herausfinden, wo ich mehr Informationen erhalten kann.

So kam ich mit den unterschiedlichsten Archiven Kölns in Kontakt, die ich bis heute für meine Recherchen aufsuche:

  • Historisches Archiv der Stadt Köln
  • Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv (RWWA)
  • Archiv des Erzbistums Köln
  • Archiv des Evangelischen Kirchenverbandes Köln
  • NS-Dokumentationszentrum Köln
  • Tanzarchiv Köln
  • Rheinisches Bildarchiv Köln

Diese hielten einen Großteil dessen an Auskünften bereit, die ich benötigte und deren Leitungen bzw. MitarbeiterInnen, überrascht über die Themenstellung, gerne und bereitwillig mir behilflich waren.

Dazu die Abteilungen bei der Stadtverwaltung Köln, die direkt oder indirekt mit den Straßen(namen) zu tun hatten: Zentrales Namenarchiv, Bibliothek, Amt für Stadtentwicklung und Statistik.

Spannend war (und ist immer noch) die Suche nach Daten und Fotos von Personen, die mit einem Straßennamen gewürdigt wurden.

Zuerst per Briefpost, später via email, habe ich mögliche Nachfahren angeschrieben, um entsprechende Auskünfte zu erhalten – teilweise sogar mit Erfolg.

So kam nach und nach ein Mosaiksteinchen zum anderen, so daß der Buchfertigstellung technisch nichts mehr im Wege stand.

Um nicht von irgendwelchen Verlagen abhängig zu sein, die z.B. Abgabetermine vorgeben, habe ich beschlossen, von der Recherche bis zum Vertrieb alles alleine zu stemmen, natürlich ohne die Druckereiarbeiten.

Das bedeutete aber auch, daß ich mich um die Finanzierung des Drucks selber kümmern mußte.

 

 

 

 

Erste Auflage 2000

An ander Leut Geld zur Finanzierung der Druckkosten zu kommen gestaltete sich äußerst schwierig.

Kein einziges Unternehmen in Köln, das ich angeschrieben habe, um ein Inserat zu erbitten, hat je geantwortet – bis auf eines.

Der Inhaber eines alteingesessenen Unternehmens in Köln-Dellbrück erklärte sich bereit, die Druckkosten als zinslosen Kredit vorzustrecken, in der Hoffnung, das Geld irgendwann zurück zu erhalten.

Um der heimischen Wirtschaft etwas Gutes zu tun, habe ich mir eine kleine Druckerei (2-Mann-Betrieb) ausgesucht und ihr den Druckauftrag für mein Erstlingswerk erteilt.

Nach einigen Wochen war es soweit: 100 Kartons mit insgesamt 1000 Büchern wurden angeliefert.

EIN ERHEBENDER MOMENT!

Das Ergebnis von zehn Jahren Recherche, jeder Menge Vorlaufkosten, monatelangem Seiten-Umbruch und auch der Zuversicht, daß alles gut gehen wird, lag vor – und es war wohlgeraten.

Die Berichterstattung nach der Präsentation (in einem Kneipen-Sälchen) finden Sie unter der Rubrik „Presse“.

Erwähnen möchte ich, daß der „Förderer“ das gesamte zur Verfügung gestellte Geld nach wenigen Monaten – zu seiner großen Überraschung – zurück erhalten hat.

 

 

Zweite Auflage 2006

Seit dem Erscheinen der ersten Auflage im Jahr 2000 wurden in Köln sehr viele Straßen, Wege und Plätze von den Bezirksvertretungen neu benannt.

Da ich kontinuierlich die neuen Informationen in das vorhandene Lexikon eingebaut hatte sowie Ergänzungen und Korrekturen zu den bestehenden Straßennamen einfügen konnte, war es Zeit, eine zweite erweiterte Auflage in Angriff zu nehmen.

Diesmal streckte eine (andere) Kölner Druckerei die Herstellungskosten vor.

Leider kam es bei dieser „Zusammenarbeit“ zu bis heute ungeklärten Schwierigkeiten, die ich an dieser Stelle nicht weiter erläutern möchte.

Letztendlich blieben mir nur rund 150 Exemplare.

 

 

Dritte Auflage 2016

Schon wieder haben die neun Kölner Bezirksvertretungen viele neue Straßen, Wege und Plätze benannt.

Zusammen mit den Ergänzungen und Korrekturen zu den bestehenden Straßennamen blieb es nicht aus, eine dritte Auflage des „Kölner Straßennamen-Lexikon“ vorzubereiten.

Aus drucktechnischen Gründen mußte ich diesmal das Werk in zwei Bände aufteilen – was mir aber die Möglichkeit eröffnete, jetzt alle zusammengestellten Tabellen und Listen einzubringen.

Wie immer schwierig: die Suche nach Sponsoren, die letztendlich die Druckkosten übernehmen wollen.

Mit Glück und durch Zufall konnte ich Ende 2016 die „GAG Immobilien AG“ von meinem Projekt überzeugen – und die Herstellung war gesichert.

Was dann – nach Fertigstellung – passierte, hat mich mehr als überwältigt:

Nach der Präsentation am 5. Dezember 2016 im Historischen Archiv der Stadt Köln und der folgenden Medien-Berichterstattung konnte ich mich vor Buch-Bestellungen nicht mehr retten.

Sicher aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes war innerhalb von drei Wochen (!!) die normalerweise ausreichende Auflage vergriffen – und viele, die das Lexikon zu der Zeit gerne gehabt hätten, mußte ich vertrösten.

Um alle bedienen zu können, ging Anfang Januar 2017 ein Nachdruck in Auftrag – der auch schon wieder langsam zur Neige geht.

 

 

Stadtbezirksausgaben

Nach Redaktionsschluß für die 3. Auflage der Gesamtausgabe meines „Kölner Straßennamen-Lexikon“ wurden schon wieder einige Neubenennungen vorgenommen.

Damit die interessierte Leserschaft nicht 8-10 Jahre warten muss, um eine neue Gesamtausgabe zu erhalten (die kommt dann bestimmt), habe ich mich entschlossen, neun Stadtbezirksausgaben zu erstellen.

Hier kann ich kurzfristig auf Veränderungen eingehen.

Wenn zum Beispiel in einem Stadtbezirk ein neues Wohn- oder Gewerbegebiet entsteht – mit den entsprechenden Straßen-Neu-Benennungen.

Diese Stadtbezirksausgaben werden in kleiner Auflage hergestellt und in geringem Umfang auch im regionalen Buchhandel erhältlich sein. Hauptsächlich vertreibe ich diese Ausgaben aber wieder selber.

 

Berichterstattung/Resonanz in den Medien

 

zur 1. Auflage:

Radio Köln und die damals erschienene Kostenlos-Zeitung „20 Minuten“ wollte unbedingt noch vor der „Pressekonferenz“ über das Lexikon berichten, wobei der damalige Journalist des Radiosenders mich in der Livesendung äußerst dumm hat aussehen lassen. Gut, ich hatte seinerzeit auch keinerlei Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Presse, Funk und Fernsehen.

Der Pressetermin, an dem auch der Sponsor der 1. Auflage teilnahm, wurde zwar von Redakteuren der drei Kölner Tageszeitungen besucht, die anschließende Berichterstattung war aber doch recht spärlich.

Trotzdem hat es gereicht, diese Auflage innerhalb kürzester Zeit zu verkaufen – sehr zur Freude des Sponsors, der die Druckkosten vorgestreckt hat und innerhalb weniger Monate sein Geld zurück erhielt.

 

zur 2. Auflage:

Die Einladung zum Pressetermin wurde von den eingeladenen Redaktionen – ignoriert!

Einzig eine Kurzmitteilung im Kölner Stadt-Anzeiger (5 Zeilen/einspaltig) ist davon übrig geblieben.

Die KVB-Kundenzeitschrift „KölnTakt“, als Organ einer der Sponsoren der 3. Auflage, hat in der Ausgabe 3/2010 mit einen Artikel (in Zusammenhang mit einem Preisausschreiben, bei dem mein Lexikon zu gewinnen war) auf das Buch aufmerksam gemacht.

 

zur 3. Auflage:

Rund 2 Jahre vor der Veröffentlichung begann der Hype um mein „Kölner Straßennamen-Lexikon“.

Durch eine zufällige facebook-Mitteilung an den Moderator der WDR- Lokalzeit Köln wurde der Fernsehsender auf mein Buch aufmerksam und bat, eine Reportage über meine Arbeit zu machen.

Dieser Bericht wurde im Sommer 2014 ausgestrahlt und ein Live-Interview in der Lokalzeit Köln führte im Anschluß an diesen Bericht die tolle Mara Bergmann (damals noch in Diensten des WDR).

Angeregt durch diese Fernsehsendung meldeten sich der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau mit dem Wunsch nach einem Interview (2014), die beiden Zeitungen sowie der Kölner Express baten immer wieder einmal, sie zu unterstützen, wenn es um die Klärung der Bedeutung von Straßennamen ging (in unregelmäßigen Abständen).

Extrem wurde es im Umfeld der Präsentation der 3. Auflage!

Die WDR-Lokalzeit produzierte einen Folgebericht, der am Abend nach der Präsentation ausgestrahlt wurde.

Die eingeladene Presse erschien diesmal vollzählig und berichtete (fast schon) überschwänglich am Tag nach dem Pressetermin im Historischen Archiv der Stadt Köln bzw. zum jeweiligen Erscheinungstermin über das Werk.

Einzelheiten sind hier unter „Presse – 2016/2017, dritte Auflage“ zu finden und nachzulesen.

 

zu den Stadtbezirksausgaben:

Angetrieben durch die oben beschriebene Medienresonanz lade ich jetzt die Kölner Presse ein, der Überreichung der jeweiligen Stadtbezirks-Ausgabe an die Bezirksbürgermeisterin/den Bezirksbürgermeister beizuwohnen.

Bisher hat einmal die eingeladene Presse den Termin ignoriert, einmal hat ein Bezirksbürgermeister kein Interesse an einer Übergabe gezeigt.

Noch stehen aber einige Termine aus …

Einzelheiten sind hier unter „Stadtbezirke – Medien/Presse“ zu finden und nachzulesen.